Schweizer Starparty 2004

Die letzten Starpartys fielen fast immer buchstäblich ins Wasser, da es in Strömen regnete. Dieses Jahr fand die Veranstaltung mitten im August statt, so war ich, was das Wetter betrifft, ziemlich optimistisch. Die Vorbereitungen für das Treffen fanden schon einige Zeit vorher statt, da meine Freundin Tanja einen Ford-Transit besitzt, und ich meine Freizeit für den Ausbau opferte.

Für die Starparty wurde unser halbfertiges Wohnmobil gleich einmal auf seine Tauglichkeit getestet.
Leider waren die Wettervorhersagen für das Starparty-Wochenende nicht so gut. Wir wagten es trotzdem und sind am Freitagnachmittag Richtung Gurnigel aufgebrochen. In Bregenz/Österreich angelangt, wurden gleich die günstigen Spritpreise ausgenützt und Diesel für 0,88 €/Liter vollgetankt. Anschließend ging es bei St. Margarethen über die Grenze in die Schweiz. Die Fahrt war sehr stressig, da sehr viel mit unter auch zähfließender Verkehr und teilw. Stau war. Nach Bern haben wir dann die Autobahn verlassen und sind den Gurnigel-Pass hinaufgefahren. Als wir oben am Beobachtungsplatz ankamen war das Wetter sehr wechselhaft und anschließend fing es in Strömen an zu regnen. Auf dem Beobachtungsplatz war nichts los, genauer gesagt, wir waren die einzigen, die überhaupt da waren. Uns überkam schon die Vermutung, dass die Starparty evtl. abgesagt wurde und wir nichts davon wußten. Anschließend fuhren wir dann einmal zur Prüfung der Lage ins nahegelegene Berggasthaus. Dort wurde unsere Vermutung widerlegt, denn schon beim Hineingehen sahen wir ein paar bekannte Gesichter, unter anderem das von Michael Koch. Nach einer kurzen Begrüßung und einer Erfrischung beendeten wir den Tag mit einem Abendessen in unserem Wohnmobil, während es draußen munter weiter regnete. Der Samstag begann vielversprechend mit einem Sonne-Wolkenmix. Auf der Sonne waren mit meinem Solaris relativ große Flecken zu beobachten.

Nachmittags waren wir zu einer Besichtigung einer nahegelegenen Privatsternwarte eingeladen. Die Sternwarte kann nur über einen kurzen Fußmarsch erreicht werden. Das Observatorium wurde gerade mit einer neuen Montierung K100 bestückt, als Optik wird einmal ein Hypergraf mit 50 cm Durchmesser genützt werden.
Anschließend ging es wieder zurück zum Beobachtungsplatz, wo sich dann doch noch ein paar eingefunden hatten. Das Wetter wurde immer besser. Die restlichen Wolken waren so gut wie verschwunden.Wir entschlossen uns zu einem Grillabend und haben Michael Koch dazu eingeladen, der hungrig von einer Bergwanderung zurückkam.

Nach dem Essen justierte ich mein GC-11 und stattete anschließend ein paar Astrokollegen auf dem Platz einen Besuch ab. Es war einiges zu sehen! Altbekanntes aber auch Brandneues z. B. die Sphinx-Montierung von Vixen. Die Nacht war sternenklar. Ideal um Beobachtungen durchzuführen, allerdings war es auch bitterkalt. Ein paar Hartnäckige haben bis in den frühen Morgen um 03:30 Uhr ausgehalten. In dieser Nacht hat es den ersten Frost gegeben, die Scheiben vom Auto waren in der Früh total zugefroren.
Dafür begrüßte uns ein wunderschöner Tag mit strahlendblauem Himmel. Die Aussicht auf den Thuner See und den dahinterliegenden Bergen/Gletscher war atemberaubend. Schade war allerdings, daß die meisten in der Früh schon wieder den Heimweg antraten. Am Nachmittag haben wir dann ebenfalls zusammengepackt und sind wieder nach Hause gefahren. Das verlängerte Wochenende war zwar zum Teil verregnet, aber für uns hat es sich trotzdem gelohnt. Zudem sind neue Bekanntschaften gemacht worden und unser Wohnmobil hat seinen Test auch bestanden.

Fotos 2004 Stefan Dylus/GfW

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