Eiszeiten, die Schrecken der Menschheit!
von Michael Köchling, Präsident der Gesellschaft für Weltallkunde

Genaugenommen ist die Erde für uns Menschen das wichtigste astronomische Objekt im Universum! Mit ihr bewegen wir uns durch das Weltall und sie bietet uns alle Annehmlichkeiten für ein gutes Leben. Man kann sie sogar als Raumschiff betrachten, von dem aus wir recht gute Aussichten genießen und sogar das Weltall erforschen können. Darum halte ich es für angebracht, auch einmal die Bedingungen auf diesem Raumschiff anzusprechen.

Vor kurzem wurden in einer Fernsehsendung die Forschungsergebnisse zu oben genanntem Thema vorgestellt. Britische Forscher konnten belegen, dass das Klima viel stärkeren und kurzfristigeren Schwankungen unterliegt, als bisher angenommen wurde. Die Ursachen hierfür waren zuviel Süßwasser. Dieses strömt einerseits über die Flüsse in die Randzonen der Ozeane und regnet zusätzlich auf die Oberflächen derselben. Damit unterbricht es Strömungen wie beispielsweise den Golfstrom, welcher für unser gemäßigtes Klima in Europa verantwortlich ist. Reißt eine solche Strömung erst einmal ab, dann dauert es mindestens 1000 Jahre, bis sie erneut in Gang kommt. Diese periodischen Unterbrechungen der warmen Meeresströme hat es in der Vergangenheit mehrmals gegeben. Anhand von Bohrkernen und Grabungen konnten die Klimaveränderungen einwandfrei nachgewiesen werden. Wichtigste Aussagekriterien hierfür waren für die britischen Forscher bestimmte Käfersorten. Einige von ihnen kommen nur in kalten Zonen vor, andere dagegen nur in gemäßigten bis tropischen Zonen. Der Wechsel dieser Käfersorten in den Erdschichten ließ eindeutig die Klimawechsel nachweisen und die Mächtigkeit der Schichten ließ auch gleich die Zeitspannen der Perioden erkennen. Man kann jetzt mit Sicherheit sagen, dass diese Veränderungen ziemlich regelmäßig auftreten. Doch wo liegt der Grund dafür?

Immer wieder ist es zu sintflutartigen Regenfällen gekommen, die alles überschwemmt haben. Was kann dies verursacht haben? Gerade in letzter Zeit werden wir allerorts auf der Erde einmal mehr mit solchen Fluten konfrontiert. Ständig nehmen die Regenfälle zu. Selbst an Orten, wo es sonst fast gar nicht, oder nur sehr wenig geregnet hat, wie zuletzt in Afrika, Australien, oder in der Ukraine. Aber auch in Frankreich, Italien und Spanien, ja selbst in Griechenland gab es in den vergangenen drei bis vier Jahren Überschwemmungen durch ungewöhnlich starke Regenfälle. Fast all dieses Süßwasser wird in die Ozeane fließen und so ist ein erneuter Klimawechsel zu befürchten.

Entgegen aller wissenschaftlichen Prognosen einer globalen Klimaerwärmung, hat eine zweijährige Forschungsfahrt auf dem Atlantik ergeben, dass der Atlantik sich um 0,5 Grad abgekühlt hat. Alle, (hauptsächlich Wissenschaftler und Politiker) reden von einer Klimaerwärmung durch den CO2-Ausstoß, doch gerade das Gegenteil ist zu befürchten. Das CO2 hat so gut wie keine klimatisierende Wirkung. Hierfür gibt es mehrere Beweise! Erstens ist der CO2 - Gehalt der Atmosphäre auf einem Vulkan gemessen worden und dieser stößt Unmengen davon aus. Ja selbst durch das Gestein des Vulkans diffundiert ständig dieses Gas in großen Mengen. Dadurch ist ein vollkommen falscher und erhöhter Wert gemessen worden. Doch der wichtigste, nämlich zweite Faktor ist, dass das CO2 im Bereich von 13 - 15 Mikrometer keine Elektronenniveaus besitzt und gerade in diesem Bereich des Infrarotfensters wird die Erdwärme abgestrahlt.

Schon eine Studie von 1986 hatte dieses Ergebnis gezeigt. Ganz offensichtlich hat das CO2 in keiner Weise eine klimatische Bedeutung. Tests haben ergeben, dass wenn der CO2 - Gehalt dreimal so hoch wie zur Zeit wäre, er sich nicht klimatisch auswirken würde.
Dies wurde durch den Fernsehsprecher Herrn Dr. Wolfgang Thüne in einer wissenschaftlichen Studie erforscht. Publiziert wurde dies von ihm schon 1998 in VDI-Nachrichten vom 06.11.1998 .
Ein ganz anderes Treibhausgas hat da viel größeren Einfluss. Es ist der Wasserdampf. Wer schon einmal hoch über den Wolken geflogen ist und die Wolken bei Sonnenschein von oben betrachten konnte, der erinnert sich sicher, dass diese wunderbar weiß im Sonnenlicht erstrahlen und somit das Sonnenlicht stark reflektieren. Mehr Wolken erhöhen damit direkt das Rückstrahlungsvermögen ( Albedo genannt ) der Erde. Die Albedo der Erde liegt heute bei 0,38 und stiege bei einer weltweiten Bedeckung durch Wolken auf ca. 0,70 - 0,80 an, was in eine Katastrophe ausarten würde. Gewöhnlich ist es unter den Wolken kühler, aber sie speichern auch viel Wärme und die Bodenwärme kann durch sie weniger in das Weltall abgestrahlt werden. Welche dieser beiden Wirkungen überwiegt, muss wohl noch erforscht werden, denn Ergebnisse hierzu liegen leider noch nicht vor, oder sind mir nicht bekannt.
Ganz offensichtlich wirken wir dennoch z. Z. einer globalen Abkühlung entgegen und lokal kann es dadurch zu merklichen Temperaturanstiegen kommen. Wir haben viele Flächen geschaffen, die sich besonders gut durch die Sonne aufheizen lassen.
In meinen beiden Artikeln "Ökologisches" in den Weltallkunden Sommer und Herbst 1998, habe ich praktisch die Lösung des Problems schon vorgegeben. Daraus ging klar hervor, dass die verstärkten Regenfälle auf das Konto der globalen Abholzung gehen. Der Wald hat starke klimatisierende Wirkung und er erzeugt durch Verdunstung eine Kühlung der Luft. Eine große Buche verdunstet pro Tag etwa 300l Wasser. Zusätzlich speichert der Waldboden riesige Mengen des als Regen fallenden Süßwassers. Sodann schützt der Wald den Erdboden vor der direkten Sonnenbestrahlung. Nun fehlt der Wald allerorts und die Sonne heizt den Boden verstärkt auf, womit die feuchte warme Luft viel höher steigt als sonst. Ja selbst höher, als die höchsten Berggipfel. Der Wind trägt sie weit weg und um so stärker fallen damit die Regenfälle aus, welche die Länder dann überschwemmen.
Anschließend kommt das Süßwasser über die Flüsse und den Regen in die Randzonen der Ozeane und unterbricht die Wärmeströmungen.

Sie sehen, es sind hausgemachte Probleme und es ist anzunehmen, dass wir Menschen durch unser rücksichtsloses Vorgehen auch in der Vergangenheit schon diese Klimaschwankungen ausgelöst haben. Denn Abholzungen und Brandrodungen hat es in der Vergangenheit schon häufig gegeben. Dies konnte einwandfrei nachgewiesen werden. Außerdem steigen bei Brandrodungen ebenfalls viele Millionen Tonnen Wasserdampf in die Atmosphäre auf, denn im Wald ist viel Wasser gespeichert, welches dabei verdampft.

Die Wälder klimatisieren und regeln den Wasserhaushalt der Erde.

Ohne sie werden die Unbilden des Wetters immer stärker zuschlagen, wobei die entstandenen Schäden schon jetzt wertmäßig nicht mehr abzuschätzen sind.

Der Auftakt zu einem erneuten Szenario waren mit Sicherheit die warmen Sommer von 1995 - 2000. Hier machte sich in Deutschland schon ein wenig ein kontinentales Klima bemerkbar. Die sonst so verregneten Sommer blieben aus und es war wunderbar warm mit vielen Sonnentagen. Im November stellte sich dagegen schon der erste Frost ein und die Winter waren vergleichsweise kühl und trocken. Auch hier fehlte das sonst so häufige, nasskalte Schmuddelwetter, welches uns der Golfstrom gewöhnlich beschert. Ganz im ernst, ich habe noch nie so wenig den Regenschirm gebraucht, wie in den letzten fünf bis sechs Jahren. Lokal mag es sich einzeln anders verhalten haben, doch muss man bei einem direkten Vergleich, die mittleren Werte berücksichtigen. Ein zweites Zeichen war der El Nino! Er verursachte schon jetzt einen teilweisen Abbruch einzelner Ströme. Dieses waren zwar kalte ozeanische Ströme, doch warme und kalte Strömungen sind in Abhängigkeit voneinander.

Sollten sich die angenommenen Auswirkungen einstellen, dann müssen wir vorerst mit weiteren sintflutartigen Regenfällen rechnen, die dann in wenigen Jahren zumindest den Golfstrom nachhaltig beeinflussen werden. Die Konsequenz wird sein, dass wir mit extremen Kälteeinbrüchen rechnen müssen. Diese können sich durch großflächige Schnee- und Eisflächen derart aufschaukeln, dass die nächste Eiszeit kommen kann. Die Auswirkungen einer Eiszeit wären für Europa, welches sehr dicht besiedelt ist, verheerend. Der größte Teil, bis hin zu den Alpen, wird dann ganzjährig mit Schnee und Eis bedeckt sein. Berücksichtigt man nun noch den Zeitraum von mindestens 1000 Jahren für eine Eiszeit, so wird uns dies weit in der Entwicklung zurückwerfen.

 

Was bewirkt, dass solche Kaltzeiten periodisch auftreten?

Einmal hängen sie von der Aktivität der Sonne ab, sodann von der Exzentrizität der Erdbahn und von der Präzession der Erdachse. In 25700 Jahren beschreibt die Erdachse durch die Präzession einen unregelmäßigen Vollkreis mit etwa 30 Grad Radius. Dieser Zeitraum wird das "Platonische Jahr" genannt. Durch die Präzession verändert sich damit ständig die Lage der Erdachse. Hierdurch werden direkt die Sonneneinstrahlungsmengen auf die verschiedenen Gebiete der Erde verändert.

Je nachdem, welche Faktoren gerade besonders zusammenwirken, werden dadurch die Warm- und Kaltzeiten erzeugt. Zur Zeit haben wir eine gesteigerte Sonnenaktivität, sowie eine geringe Erdbahnexzentrizität zu verzeichnen und wir verbrennen in großem Stil die fossilen Brennstoffe und Wälder der Erde. Diese Faktoren wirken offensichtlich noch einer Abkühlung entgegen, denn nach statistischen Angaben, ist eine erneute Eiszeit schon seit etwa 2000 Jahren überfällig. Wie schon oben beschrieben, kehren sich die Bedingungen danach aber in nur wenigen Jahren um. Es wird nicht über einen langen Zeitraum von Jahrhunderten ganz langsam immer kälter. Nein, die Veränderung braucht gerade mal drei bis vier Jahre. Daher kann man nie ganz sicher sein, wann es denn soweit sein wird.

Wir sollten daher erkennen, dass der Wert unserer Wälder ungleich höher ist, als der Nutzen, den wir durch die ungezügelte Holzverwertung erzielen. Hierbei wird rigoros alles geschlagen, auch was noch wertlos ist. Dabei ist eine gezielte Holznutzung durchaus möglich, ohne dabei die großen Schäden anzurichten, wie es bisher erfolgt ist. Es dürften nur nicht die riesigen Kahlschläge und Brandrodungen angewendet werden, sondern eine gezielte Auslese. Hierbei wird der größte Teil des Waldes erhalten und im Schutze der Altbestände kann junges Holz nachwachsen. Jede andere Vorgehensweise ist kurzsichtig und richtet Schäden an. Wenn komplett abgeholzt wird, erodiert der Waldboden durch Austrocknen (Sonne), Wegschwemmen (Regen) und Verblasen (Wind), und es ist in vielen Fällen fraglich, ob dort jemals wieder ein Wald wachsen kann. Ganz besonders sind Berghänge davon betroffen. Viele Karstgebirge sind auf diese Weise nachweislich schon entstanden. Leider sehe ich z. Z. keine Möglichkeit, die Holzindustrie in dieser Hinsicht zu sensibilisieren. Hier sollte ein grundsätzlich geänderter Denkprozess einsetzen, nur so wäre es möglich, langfristig eine Besserung zu erzielen. Die Wälder zu bewahren und stillgelegte Ackerflächen aufzuforsten, sollte nun unser vordringlichstes Anliegen sein. Wir können dadurch eine ungleich höhere Lebensqualität erreichen.

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