GfW - Treff & Hauptversammlung 2005

Die Wettervorhersage für unseren GfW-Treff war sehr gut. Tanja und ich hatten uns für das verlängerte GfW-Wochenende freigenommen und sind schon am Mittwochabend mit unserem Wohnmobil Richtung Odenwald losgefahren. Wir beschlossen den größten Teil der Strecke hinter uns zu lassen, da wir annahmen, dass der folgende Feiertag uns auf der Autobahn ein Chaos bei mehr als 30º C bescheren würde. So fuhren wir bis 1.00 Uhr Nachts, und lt. den letzten Berechnungen anhand der Straßenkarte, mussten wir am nächsten Morgen nur noch ca. 1 Stunde bis Würzberg fahren.
Als der Mond aufging, suchten wir uns einen schönen Schlafplatz in den weiten Rapsfeldern. Ein Bild für Götter, zumindest für die, die nur Allgäuer Berge vor Augen haben. Am nächsten Morgen machten wir noch ein "Rapsfeld-Frühstück" und fuhren weiter. Herr Benz, der Gastgeber für die diesjährige Veranstaltung erwartete uns schon und stellte uns den schon angekommenen Teilnehmern vor. Danach gab es eine der besten Zwiebelsuppen die ich je gegessen habe. Am Nachmittag wurde die Sonne im normalen und Ha-Licht beobachtet.

Abb. 1: Sonnenbeobachtung durch PST

Abb. 2: Das Teleskop für die Türkei-Sofi
Mein GC-11 zeigte uns die Venus am Taghimmel und Herr Benz stellte uns noch seineVorbereitungen für die Türkei-Sonnenfinsternis vor. Zu dieser möchte er zwei kleine Refraktoren und Montierungen mitnehmen. Gegen Abend wurde der Holzkohlegrill angeschmissen und der Gastgeber entzückte uns mit leckerem Grillfleisch und Würstchen.
Jupiter, M57 und M13 vervollständigten noch den warmen und sternklaren Maiabend. A m Freitag planten wir einen Besuch in Michelstadt, nach dem Frühstück ging es gleich los. Michelstadt bietet eine mittelalterliche Atmosphäre und kann sich mit seinen Häusern, Gärten und der Stadtmauer sehen lassen. Nach dem Mittagessen in einer Gaststätte sind wir nach Würzberg zurückgefahren. Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung. Am Abend wurde ein kaltes Abendessen präsentiert, und zwei neue GfW-Mitglieder trafen auch noch ein. Die Stimmung war phantastisch und das Wetter natürlich auch. Saturn stand zwar schon tief im Westen aber mit dem 7" ED Refraktor von Herr Benz war er sehr eindrucksvoll mit ein paar von seinen Monden zu sehen. Der Abend ging mit netten Gesprächen und Beobachtungen des Sternenhimmels zu Neige.
Als wir am Samstagmorgen am Frühstückstisch saßen, lachte die Sonne wieder vom Himmel. Für diesen Tag war eine Wanderung zum Römerbad, einer Ausgrabungsstätte geplant. Tanja wollte aber ein einziges Mal in Ihrem Kurzurlaub ins Freibad. Da es über 30º C heiß werden sollte, gewährte ich Ihr diesen Wunsch. Alfred Jenkel mit Begleitung ist auch mitgekommen.

Abb. 3: Gemütliches Abendessen mit Odenwalder-Spezialitäten

Abb. 4: Dia-Vortrag von Michael Köchling
Um 17.00 Uhr fing die GfW- Hauptversammlung an. Anschließend gab es Abendessen mit köstlichen Odenwalder-Spezialitäten und im Anschluß daran einen Diavortrag von Michael Köchling. Als freudige Abwechslung ergab sich die Beobachtung von Jupiter, auf ihm wanderte ein Mondschatten entlang.
Jeder wollte natürlich einen kurzen Blick ins Teleskop werfen. Ich hatte dann noch die Gelegenheit mit dem 7" ED-Refraktor einige Doppelsterne zu trennen. Herr Benz hat mir noch seinen Baader-Kontrast-Buster geliehen, damit ich ihn an meinem C-11 testen konnte. Gleich der erste Durchblick brachte eine positive Verbesserung des Jupiterbildes.

Abb. 5: Jupiterbeobachtung
Am letzten Abend wurde noch heiter diskutiert und beobachtet. Am darauffolgenden Morgen wurde schon wieder gepackt - die Gerätschaften wieder zerlegt und sicher verstaut. Nach dem Frühstück verabschiedeten sich die meisten unserer Mitglieder und machten sich auf den Heimweg. Wir blieben allerdings noch ein bisschen, da wir im Internet eine Markise für unser Wohnmobil ersteigern wollten. Herr Benz stellte uns seinen Internet-Zugang zur Verfügung. Wie der Zufall es wollte, war der Ort der Abholung nur ca. 80 km entfernt und mit etwas Glück hatten wir auch den Zuschlag erhalten. Somit verabschiedeten wir uns auch und holten auf dem Heimweg noch unsere Markise.

Fotos ©2005 Stefan Dylus/GfW

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