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Die differentielle Rotation der Galaxien

Schon seit mehr als dreihundert Jahren wird nach einer Lösung, oder einem neuen Naturgesetz gesucht, mit dem man die Rotation von Galaxien beschreiben kann. Tatsache ist: die Galaxien verhalten sich offensichtlich nicht nach den Keplerschen Gesetzen, welche vom Gravitationsgesetz bestimmt werden! Danach müssten die Galaxien innen viel schneller rotieren als in den Randbereichen. Über die Scheibe betrachtet verliefe die Bewegung dann mit kontinuierlich veränderter Geschwindigkeit von innen ganz schnell, bis außen ganz langsam. Dies entspräche den Bewegungen der Planeten um die Sonne, welche mit zunehmender Entfernung von der Sonne immer langsamere Umlaufgeschwindigkeiten aufweisen. Bei dieser Bewegungsart könnte es aber bei den Galaxien keinesfalls zur Bildung von Spiralarmen kommen und die Galaxienscheiben wären alle ziemlich gleichmäßig verrührt.

Die Galaxien rotieren aber entgegen dieser Gesetze fast wie eine Diskusscheibe! Viele haben schon vermutet, dass wir an den Naturgesetzen etwas falsch verstanden haben. Andere hingegen suchen nach einem neuen Naturgesetz, um diesen Vorgang beschreiben zu können.

Es sollte unbedingt mit der Gravitation zusammenhängen, doch dann ist diese nicht richtig verstanden. Die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 sollte eigentlich in der Forschung den entscheidenden Durchbruch bringen, denn man wollte den Focaultschen Pendelversuch während dieser Finsternis wiederholen. Der Physiker Maurice Allais hatte am 30. Juni 1954 nämlich während einer totalen Sonnenfinsternis festgestellt, dass ein in Schwingungen versetztes Pendel, während einer Totalität irreguläre Bewegungen ausführte. Sollte sich dies am 11. August 1999 wiederholen, so wäre die bestehende Gravitationstheorie zumindest teilweise hinfällig. Wissenschaftler hatten vor der Finsternis vom 11. August 1999 noch im deutschen Fernsehen darauf hingewiesen, dass auch sie diesen Test machen wollten und dargestellt, wenn der Forscher Allais recht hatte, dann stimmt die bestehende Gravitationstheorie nicht! Diese soll auf Gravitationswellen basieren, doch konnten diese Wellen bisher nicht nachgewiesen werden.

Ich habe diesen Test gemacht! Und ich habe ihn auf Video aufgezeichnet. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde der Test nochmals wiederholt.

Allais hatte recht!

Innerhalb weniger Minuten ging das Pendel in elliptische Bewegungen über und veränderte dabei seine Pendelrichtung um bis zu 90°. Dieser Effekt stellte sich schon bei mehr als 90% Bedeckung ein und hielt ebenso lange nach der Totalität an.

Nach der Finsternis veränderte das Pendel seine Schwingungsrichtung nur noch entsprechend der langsamen Erdrotation. In 10 Minuten 2,5 Grad .

Damit ist eindeutig bewiesen, dass die bestehende Gravitationstheorie nicht korrekt ist! Die Mondmasse hatte die Gravitationsströmung der Sonne beeinflusst, was nach der bestehenden Theorie auf Wellenbasis nicht hätte passieren dürfen.

Dieses Ergebnis spricht deutlich für die Gravitationstheorie der Gravitonenströmung!

Kommen wir nun zum nächsten Aspekt und versuchen die Gravitation auf verschiedene Anwendungen zu prüfen.

Das bestehende Gravitationsgesetz sagt aus: Mit proportional zunehmender Entfernung von der Masse, nimmt die Kraft im Quadrat ab.

Dies ist schon lange bekannt, doch wie verhält sich die Gravitation innerhalb einer Masse, wie beispielsweise in unserer Erde?

Dringen wir einfach in den Körper Erde von der Oberfläche abwärts ein und beobachten, wie sich die Gravitation verhält. Viele werden jetzt vermuten, dass die Gravitation in Richtung Erdmittelpunkt weiter ansteigen wird, doch dem ist nicht so. Anfangs macht sich kaum etwas bemerkbar, doch dann nach mehreren hundert Kilometern können wir feststellen, dass die Gravitation mit proportional abnehmender Entfernung zum Erdmittelpunkt hin fast ebenso proportional abnimmt. Dieser Effekt ist vielleicht schon bekannt, doch habe ich noch nie etwas Schriftliches darüber gefunden. Darum wollen wir uns etwas näher damit befassen.

Je weiter wir uns also in das Erdinnere begeben, um so geringer wird die Gravitationskraft, die auf uns einwirkt. Der Grund dafür beginnt damit, dass wir beim Eindringen in die Erde immer mehr Materie hinter uns lassen und diese Materie erzeugt ebenfalls Gravitationskraft. Damit haben wir mit fortschreitender Verringerung zum Erdmittelpunkt immer mehr Masse auch hinter uns und sind wir endlich am theoretischen Mittelpunkt angekommen, so besteht hier Zero Gravitation.

Die Erklärung hierfür ist recht einfach: "Die gesamte Masse der Erde befindet sich jetzt um uns herum und wirkt mit ihrer Gravitationskraft von uns aus gesehen, gleichmäßig in alle Richtungen nach außen ziehend!"

Der Kraftverlauf der Gravitation in der Erde verhält sich dabei annähernd nach der Formel in der Abbildung. Er ist allerdings von den unterschiedlichen Dichten in der Erde stark beeinflusst und daher lässt sich diese Formel nur als Näherung verwenden.

Dieses Modell hat aber Konsequenzen! : "Es tritt grundsätzlich für jegliche materiellen Zusammenballungen und Einzelobjekte in Kraft!"

Dazu gehören dann auch die Sterne und natürlich die Galaxien, ja selbst das Universum, obwohl alle diese Objekte keine festen Körper darstellen. "Diese Ursache veranlasst die Galaxien zu den differentiellen Rotationen!"

Hier wirken die Kräfte nicht mehr den Keplerschen Gesetzen entsprechend, mit ihren nach außen hin abnehmenden Umlaufgeschwindigkeiten, wenngleich diese zum Teil mitwirken, allerdings nur auf die nähere Umgebung bezogen.

Damit ist uns ein Mittel gegeben, welches das bisher unbekannte Rotationsverhalten berechnen lässt. Allerdings müssen hierbei die Volumen und Dichten der Scheibenanteile in der Formel berücksichtigt werden. Mit den dadurch ermittelten Gravitationskräften, lassen sich die differentiellen Umlaufgeschwindigkeiten in den Scheibenebenen berechnen.

Sie können nun ermessen, dass keine neuen Naturgesetze erforderlich sind, um dieses Materieverhalten darzustellen, sondern alles ganz nach der schon bekannten, klassischen Physik abläuft.

Als direkter Beweis hierzu ist ein Vorgang im Weltall zu werten. Es handelt sich dabei um eine Beziehung von Spiralgalaxien in Abhängigkeit ihrer Entfernungen vom Haufenzentrum. Dazu muss gesagt werden, dass die Galaxien sich im Weltall zu sogenannten Haufen und Superhaufen organisiert haben. Auch unsere Galaxie gehört zu einem Haufen mit ca. 30 Mitgliedern. Allerdings ist nur unsere Milchstraße und die Andromeda Galaxie so groß. Alle anderen Mitglieder sind wesentlich kleiner und haben nicht so große Gesamtmassen.

Wir wissen also, die Galaxien bilden sogenannte Cluster ( Haufen und Superhaufen ). Nun konnte festgestellt werden, dass sich die Häufigkeit von Spiralgalaxien in Abhängigkeit ihrer Entfernungen vom Haufenzentrum verändert. Dabei sind Spiralgalaxien in den Rand bis Mittelgebieten dieser Galaxienhaufen stark vertreten und zum Haufenzentrum hin werden es immer weniger, Dafür treffen wir hier immer häufiger die elliptischen und kugelförmigen Galaxien an.

Dies ist eine direkte Auswirkung der von mir oben beschriebenen Gravitationswirkung! Bei der Bildung der Galaxienhaufen aus riesigen langsam rotierenden Wolken aus den Urgasen Wasserstoff (75% ), Helium (25% ) und Lithium ( unter 0,1% ), bewirkte auch hier die gleiche Mechanik die Rotation der Galaxien. In den Randbezirken der Haufen wirkt die Gravitationskraft am stärksten und die Galaxien wurden wie Flettner Rotoren (siehe Abbildung) geformt und in Rotation versetzt, denn sie befanden sich in der Gravitationsströmung des gesamten Haufens, um dessen Zentrum sie sich bewegten.

In den Rand bis Mittelbezirken finden wir daher vorwiegend die Spiralgalaxien, wogegen zum Haufenzentrum hin die Gravitationsströmung immer mehr abnimmt und daher die Galaxien immer weniger in Rotation versetzen kann. Hier finden wir dann mehr die elliptischen und kugelförmigen Galaxien mit immer geringerer Eigenrotation.

Weit außerhalb des Haufens nimmt die Gravitationsströmung ebenfalls immer mehr ab und auch hier treffen wir bei den noch wenigen vorhandenen Galaxien wieder die elliptischen und kugelförmigen Typen an. Dies ist vollkommen natürlich, denn so weit außerhalb sind die Umlaufgeschwindigkeiten und die Gravitationsströmungen in Haufenrichtung wieder geringer. Daraus resultiert ein wesentlich geringerer Rotationsimpuls.

Der gleiche Effekt ist bei unserer Milchstraße zu beobachten. Sie ist eine Spiralgalaxie, aber in ihrem Halo weit außerhalb, befinden sich hauptsächlich die Kugelsternhaufen, welche nur zum Teil an der Rotation unserer Galaxie teilnehmen. Offensichtlich unterliegen sie schon anderen Gravitationsströmungen, sind aber dennoch an unsere Galaxie gebunden.

Der französische Mathematiker Louis Lagrange entdeckte sogenannte Librationszonen um unsere Erde herum, in denen sich die Gravitationskräfte zwischen Erde und Sonne aufheben. Einer dieser Punkte befindet sich genau zwischen Erde und Sonne in etwa 1,5 Millionen km Entfernung von der Erde. Genau von dort beobachtet der Sonnensatellit SOHO die Sonne, um unter anderem vor gefährlichen Strahlenausbrüchen rechtzeitig warnen zu können.

Zwei weitere Zonen befinden sich vor und hinter der Erde in einem Winkel von 60° auf ihrer Umlaufbahn. Auch hier besteht der gleiche Effekt mit Zero Gravitation und man vermutete, dass sich hier eine Menge Weltraumschutt in Form von Meteoroiden und Staub angesammelt hat. Ganz besonders hat man an diesen Stellen nach heimlichen Begleitern der Erde Ausschau gehalten, doch bisher konnte dort nichts Wesentliches entdeckt werden.

In unserer Erde konnte ich aufgrund meiner oben dargestellten Gravitationswirkung noch zwei weitere Lagrange Zonen entdecken. Es ist wie zuvor schon beschrieben einmal die am theoretischen Mittelpunkt der Erde, wo ja auch Zero Gravitation herrscht, wobei diese wirklich nur rein theoretischer Natur ist und eine weitere Zone, welche sich ständig in ihrer Lage verändert. Diese ist von den Gravitationskräften aller Planeten und ganz besonders vom Mond und der Sonne abhängig. Es handelt sich dabei um den sich ständig im Erdinneren bewegenden Ekliptikpunkt, welcher sich in etwa 4600 Kilometern Entfernung vom Erdmittelpunkt befindet. Bewegend deshalb, weil sich die Erde in 24h einmal dreht und andererseits alle Objekte um sie herum, ständig ihre Positionen zueinander verändern. Damit ändern sich aber ständig die verschiedenen Kraftvektoren.

Durch die tägliche Bewegung dieser zuletzt beschriebenen Zone, verändern sich damit unaufhörlich die Druckverhältnisse im Erdinneren und die Auswirkungen davon sollten unbedingt erkundet werden.

Ich hoffe, diese Ausführungen sind für Sie eine Bereicherung und tragen zum Verständnis der Vorgänge in unserem Universum bei!

© 2000 Michael Köchling
Präsident der Gesellschaft für Weltallkunde