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TRIQUETRUM“ wurde in der antiken Astronomie ein Meßinstrument für die Himmelsbeobachtung genannt, das sich auch Nikolaus Copernicus aus drei Fichtenholz-Latten gebaut hatte, und damit sogar das alte Weltbild aus den Angeln heben konnte. Drei Holzlatten waren es auch, die 1985 / 86 während einer Halley-Expedition in Afrika, zur Geburtsstunde des FERN-SEH-SPIEGEL führten.
U
m einen Vergleich zur damaligen Zeit darzustellen waren 1985 z.B. Videorekorder noch unerschwinglich (ca. 2.900,-DM = heute 125,- €) zudem waren sie doppelt so gross und schwer wie heutige Geräte. Reiseteleskope mußte man sich ähnlich vorstellen, eins der ersten guten Kofferteleskope, die auf den Markt kamen, war der Sternjäger mit 80mm Öffnung und 400mm Brennweite, aber der Preis ging ins Astronomische. Heutzutage sind kurzbrennweitige Teleskope oder so genannte Spective mit 300-900mm Brennweite an der Tagesordnung.

Aber zurück zum Afrika-Modell, das aus der Not entstand. Was Platzgründe, Finanzierung und Abbildungsqualität angeht, war es unschlagbar. Mit kurzen Handgriffen war es zerlegt und in den Koffer verstaut. Es hatte sogar eine beachtliche Brennweite von 900-1000 mm. Allerdings war die Polhöhe nur für den afrikanischen Breitengrad ausgelegt. 

Fern-Seh-Spiegel v. Hr. Stamm
Durch diese geniale Idee und Möglichkeit schon für rund 80,- € ein wirklich fachgerechtes Spiegel-Teleskop selbst herstellen zu können, sind viele langgehende Wunschträume wahrgeworden. Diese gefürchtete Hemmschwelle konnte mit dem FERN-SEH-SPIEGEL- Selbstgemacht, geradezu spielend überwunden werden. Hinzu kam natürlich der besondere Reiz zum Eigenbau, der hierbei eigene Kreativität und liebevolle Selbstgestaltung geradezu herausfordert. Dieser sehr wesentliche Faktor erklärt auch, warum die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit des so "simplen" FERN-SEH-SPIEGEL immer wieder bestaunt und bewundert wird.
Einen besonderen Rang hat der FERN-SEH-SPIEGEL in zahlreichen Schulen  eingenommen, zumal gerade durch den umgängliche Eigenbau, Sinn und Zweck wie auch Funktionen eines Teleskopes verständlich werden.
Als ein besonders lehrreiches und pädagogisch wertvolles Instrument, hat sich vornehmlich dieser Eigenbau, nicht nur für einen idealen Einstieg in die praktische Astronomie bewährt, sondern ebenso auch für allgemeine naturwissenschaftliche Unterrichtszwecke. Immer häufiger gestalten erfahrene Pädagogen mit dem Fern-Seh-Spiegel-Gemeinschaftsbau einen sinnvollen  Jahres- Schulunterricht. Auch Volkshochschulen führen diese Bastelkurse mit viel Erfolg durch, die dann im nächsten Semester als Astro- AGs fortgesetzt werden können.

Fern-Seh-Spiegel von Hr. Behr

Fern-Seh-Spiegel von Sonja Itting -Namibia. Die Polhöhe ist auf 22° ausgerichtet

Obwohl, von Jung und Alt, schon tausendfach nachgebaut, ist letztlich doch jeder Fern-Seh-Spiegel immer etwas anderes und niemals genau so, wie alle anderen auch. Dafür sorgt schon der wirkliche Eigenbau, der kein „Zusammenbau von vorgefertigten Bausatzteilen„ ist. Kein Bauplan zwingt zum sturen Nachvollziehen. Dafür verhilft eine ausführliche Bau- Anleitung jedem Fern-Seh-Spiegel-Hersteller, zum selbständigen Baumeister, der somit zu seinem eigenen Teleskop, mit ganz persönlichen Wert, gelangt.

Wenn Sie Interesse haben, Spiegelbausätze und Bauanleitungen vermitteln wir Ihnen gerne.

© GfW