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Deutschlandweiter Astronomietag am Samstag 23. August 2003

Der Rote Planet Mars stand im Mittelpunkt dieses Astrotages. Mars kam Ende August in Oposition, und in dieser Zeit war er als heller roter sternförmiger Punkt am Süd-Osthimmel zu sehen. Sternwarten, aber auch private engagierte Hobbyastronomen wurden von der VdS. in ganz Deutschland aufgerufen an diesem Tag Beobachtungen für den Laien durchzuführen.

BERICHT: Zum Astronomietag

Da bei uns die Sternwarten nur mit den PKW zu erreichen sind war dies Grund genug für mich, interessierte Menschen die Möglichkeit zu geben, mit einem Abendspaziergang oder sei es mit dem Fahrrad eine Marsfürung zu besuchen. Zudem fragten mich in letzter Zeit einige Bekannte, ob ich eine astronomische Führung machen könnte. Der am Stadtrand befindliche Tennispark (Illerspitz), der gut zu erreichen war, bot sich für diese Aktion an. Es waren zwar einige störende Lichter bzw. eine Leuchtreklame in der Nähe, die ich aber mit alten Kartonagen gut in Griff brachte. Mit dem Allgäuer Anzeigeblatt und einem ansässigen Radiosender, machte ich auf diesen Astronomietag für Ortsansässige aufmerksam. Eines der größten Probleme war das Wetter, und das ich mit meinem Wissen ganz alleine da stand. Das mit den Wetter hat sich dann von selbst erledigt, es war ein wunderschöner absolut klarer und warmer Spätsommerabend. Aber das ich allein war, bekam ich noch zu spüren, ja wenn Tanja (meine Freundin) mir nicht geholfen hätte, dann hätten mich wohl die Leute zerissen. Da Mars durch die dicke Atmosphäre und aufsteigende warme Luft nur sehr unscharf zu sehen war, richtete ich zu Beginn nur ein Teleskop (VC 200 L mit 1,8 m Brennweite) auf Mars. Das zweite Fernrohr (C-11) auf den Ringnebel M 57.

Später als Mars hoch genug war, wurde auch das hingeschwenkt.
Nach unser Schätzung kamen an die 50 Personen. Ab 23.45 Uhr war ich nicht mehr Herr der Lage, die Leute standen Schlange, um einen Blick durchs Teleskop zu erhaschen. Es kamen sogar Besucher von der Sternwarte Knottenried, die es noch härter traf. Man erzählte mir, daß dort an die 150 Menschen über eine Stunde Schlange standen, um in die Sternwarte zu kommen. Gegen 2.15 Uhr gingen die letzten Besucher, Tanja und ich waren ziemlich geschafft und pakten unseren Krempel zusammen.

Der Hammer kam aber noch: am nächsten Tag klingelte das Telefon sturm. Viele wollten wissen, ob ich so eine Aktion noch einmal machen würde. Nicht einmal die Haustür wurde verschont. Ich faßte mir also ein Herz und setzte für den kommenden Mittwoch (Oppositionstag) einen neuen Termin. Diesmal erst ab 23.00 Uhr. Das Wetter wollte zuerst nicht so, aber gegen 20.00 Uhr wurde es von Minute zu Minute besser. Ab 22.30 Uhr trudelten die Leute ein und fagten mich über Mars Löcher in den Bauch. Die zweite Führung war ein bißchen ruhiger, es kamen ca. 25 interessierte Personen.

Besucheransturm am Astronomietag

2003 Stefan Dylus/GfW

 

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